Sprache und Verhalten

Kaninchen haben nicht sehr viele „Worte“, mit denen sie sich ausdrücken. Viel wichtiger ist für sie die Körpersprache. Der folgende Text bietet nur eine kleine Auswahl von der umfangreichen Körpersprache der Kaninchen.

Lautsprache
Körpersprache

Lautsprache

Bei Jungtieren ist oft ein Fiepen zu vernehmen, welches bedeutet, dass sie nach ihrer Mutter „rufen“. Erwachsene Kaninchen fiepen, wenn sie beispielsweise in Unsicherheit oder Angst geraten.

Wenn Kaninchen Knurren bedeutet es, dass sie in Ruhe gelassen werden möchten. Haben die Kaninchen dabei auch die Ohren angelegt, könnte dieses ein Zeichen dafür sein, dass sie möglicherweise zubeißen.

Das Zähne mahlen beim Kaninchen kann entweder bedeuten, dass es sich wohl fühlt (vor allem bei Streicheleinheiten), aber auch, dass das Tier Schmerzen empfindet, dabei ist jedoch meist zu beobachten, dass sich das Kaninchen versteckt.

Körpersprache

Kaninchen Klopfen oder Trommeln mit ihren Hinterläufen als Alarmsignal für andere Kaninchen. Es ist möglich, dass sich das klopfende Kaninchen erschrocken hat und seine Artgenossen warnen will.

Kaninchen begrüßen sich, indem sie sich sanft mit der Nase anstupsen. Kaninchen können diese Begrüßungsform auch auf den Menschen übertragen, also den Menschen anstupsen. Ist dieses Anstupsen jedoch unsanft, sollte das Kaninchen lieber in Ruhe gelassen werden.

Kaninchen verteidigen ihr Revier mit der erhobenen Blume.

Dass ein Kaninchen seinen Kot überall absetzt kann auch bei einem normalerweise sehr sauberen Kaninchen auftreten, zum Beispiel, wenn ein neues Kaninchen in seine Nähe kommt. Durch die Verteilung von Kot wird das Revier markiert

Das Urin Spritzen ist eine Art von Markierung des Reviers. Vor allem unkastrierte Rammler verspritzen Urin, aber auch bei kastrierten Rammlern und dominanten Weibchen ist dieses Verhalten zu finden, vor allem dann, wenn ein unbekanntes Kaninchen im Revier auftaucht.

Das Kaninchen reibt mit dem Kinn an verschiedenen Gegenständen, um sein Revier zu markieren. Mit dieser Art von Reviermarkierung markieren sie alle Gegenstände innerhalb ihrer Reviergrenzen mit einer Duftdrüse, die sich unterhalb des Kinns befindet.

Kaninchen wälzen sich, wenn sie sich besonders wohlfühlen. Vorher graben sie sich meist ein Loch, in welches sie sich dann hineinlegen und wälzen.

Unkastrierte Rammler rammeln zur Fortpflanzung.
Die eigentliche Funktion des Rammelns ist aber die Klärung der Rangordnung, daher kann das Rammeln nicht nur bei Männchen zu beobachten sein, sondern auch bei Weibchen.

Ein Zeichen des Wohlbefindens ist das Haken schlagen und durch die Gegend zu rennen.

Die Körperpflege ist für Kaninchen ein wichtiger Bestandteil des Tages. Sie wird mehrfach am Tag vorgenommen. Kaninchen putzen sich auch gegenseitig, dies ist wichtig für das Sozialverhalten der Tiere.


Das „Putzen“ des Menschen zeigt die deutliche Zuneigung des Kaninchens zum Menschen. Das Kaninchen nimmt den Menschen sozusagen in seine Familie auf. Aber Vorsicht: bei allein lebenden Tieren kann es auch ein Zeichen von Einsamkeit bedeuten und das Kaninchen wünscht sich einen Partner!


Kaninchen machen Männchen, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Manche Tiere machen auch Männchen, wenn sie ein Leckerchen erreichen wollen.

Das Gähnen ist meist direkt vor oder nach dem Ausruhen oder Schlafen zu beobachten.

Ein Kaninchen liegt auf der Seite, wenn es schläft und sich sehr sicher fühlt. Normalerweise schlafen Kaninchen sehr aufmerksam und mit geöffneten bis halbgeöffneten Augen, um Feinde möglichst schnell zu bemerken.

Sicheres Gefühl beim Schlafen


Aufmerksames Schlafen

Ein Kaninchenweibchen baut ein Nest, wenn es schwanger oder scheinschwanger ist. Es trägt Heu und Stroh zusammen und rupft sich Bauchfell aus, um daraus ein Nest zu bauen.


Die Aufnahme von Kot ist bei Kaninchen ganz natürlich und lebenswichtig. Es ist der so genannte Blinddarmkot, den die Kaninchen normalerweise direkt vom After aufnehmen.