Scheinschwangerschaft

Einleitung

Manche Kaninchenweibchen werden häufig im Frühjahr scheinschwanger. Auftreten kann diese Scheinschwangerschaft vor allem im Zusammenleben mit kastrierten Rammlern. Grund für eine Scheinschwangerschaft ist, dass sich statt einer Eizelle Gelbkörper bilden. Kaninchen haben keine zyklische Empfänglichkeit, sondern sind immer empfänglich, da erst nach der Deckung Eizellen gebildet und befruchtet werden.

Anzeichen

Das Kaninchenweibchen ist unruhig, trägt fast ununterbrochen Stroh und Heu durch die Gegend und rupft sich vielleicht sogar ein wenig Bauchfell aus, um ein Nest zu bauen. Es ist also fast die ganze Zeit auf der Suche nach Nestbaumaterial, eine richtige Schwangerschaft kann ausgeschlossen werden, da es mit keinem unkastrierten Rammler in Kontakt war? Ihr Kaninchen ist scheinschwanger. In dieser Zeit braucht es viel Ruhe. Das Weibchen kann durch diese Scheinschwangerschaft auch aggressiver werden als sonst, da ein Schwangerschaftsschutzhormon produziert wird.

Dauer

Eine Scheinschwangerschaft dauert ungefähr 14 bis 18 Tage. Die Anzeichen dafür (Nestbau, Aggressionen, etc.) werden aber normalerweise eher zum Ende hin sichtbar. Das Nest sollte in dieser Zeit nicht entfernt werden, weil diese Maßnahme das Kaninchenweibchen eventuell noch mehr stressen kann. Das Nest sollte erst dann entfernt werden, wenn sicher gestellt ist, dass es für das Weibchen uninteressant geworden ist!

Häufigkeit

Eine Scheinschwangerschaft tritt normalerweise ein- oder zweimal im Jahr auf. Sollte sie wesentlich häufiger auftreten, sollte mit dem Tierarzt über eine Kastration gesprochen werden, weil Scheinschwangerschaften sehr stressig für das Kaninchen sein können und auch zur Gewichtsabnahme führen können. Hormonbehandlungen sind nicht unbedingt ratsam, da sie auch Nebenwirkungen mit sich bringen.