Kastration

Kastration bei Männchen
Kastration bei Weibchen

Geschlechtsreife

Männliche Kaninchen werden ungefähr ab der 12. Lebenswoche geschlechtsreif. Kaninchenweibchen werden ungefähr ab der 16. Woche geschlechtsreif.

Kastration bei Männchen

Einleitung

Männliche Kaninchen sollten unbedingt kastriert werden. Denn schließlich sollen sie mit einem Partner zusammenleben und der beste Partner ist für Rammler immer noch eine Kaninchendame. Durch die Kastration wird Nachwuchs vermieden. Ein kastriertes Kaninchenweibchen mit einem unkastrierten Rammler zusammen zu halten, nur um Nachwuchs zu verhindern, ist keine Alternative, denn durch den Trieb des Rammlers leidet das Weibchen, welches unter Umständen auch zu heftigen Auseinandersetzungen führen kann. Zudem ist der Eingriff der Kastration bei Männchen im Normalfall erheblich einfacher als bei Weibchen.

 

Die Frühkastration

Bei jungen Rammlern, die noch nicht älter als 12 Wochen sind, sollte eine Frühkastration durchgeführt werden. Dieses machen aber nicht alle Tierärzte, daher sollten Sie vorher noch einmal bei Ihrem Tierarzt nachfragen, ob er es tut.
Eine Frühkastration sollte zwischen der 8. und 12. Lebenswoche erfolgen. Nach der Frühkastration muss keine Kastrationsfrist eingehalten werden, da der Rammler zu diesem Zeitpunkt noch nicht zeugungsfähig ist, er kann also sofort nach der Heilung der Wunde mit einer ungefähr gleichaltrigen Kaninchendame zusammengeführt werden.

Die Kastration (nach der 12. Lebenswoche)

Bei Rammlern, die älter als 12 Wochen sind, wird eine „normale“ Kastration durchgeführt. Dieses macht normalerweise jeder Tierarzt. Der Rammler muss aber noch eine 6 – wöchige Kastrationsfrist einhalten bis er mit einem Weibchen zusammengeführt werden darf, da er in dieser Zeit noch zeugungsfähig sein kann.

Kastration bei Weibchen

Einleitung

Ein Kaninchenweibchen muss nicht unbedingt kastriert sein. Die Kastration ist ein sehr großer Eingriff (im Gegensatz zu Rammlern).
Doch durch die Kastration können sich Krankheiten wie Gebärmutterkrebs, Brustdrüsenerkrankungen und weitere Gebärmuttererkrankungen weitgehend ausschließen lassen. Die Kastration sollte aber vor dem zweiten Lebensjahr erfolgen, damit auch die gezielte Wirkung erbracht werden kann.
Bei übermäßig häufigen Scheinschwangerschaften sollte aber zusammen mit dem Tierarzt über eine Kastration überlegt werden.
Denn durch die häufigen Scheinschwangerschaften wird das Weibchen unnötig gestresst.


Der richtige Zeitpunkt der Kastration

Am besten ist es, ein Weibchen kastrieren zu lassen, bevor es 2 Jahre alt ist, da bis zu diesem Zeitpunkt die oben genannten Krankheiten normalerweise nicht auftreten, sondern normalerweise erst, wenn das Weibchen mindestens 2 Jahre alt ist, die genannten Krankheiten müssen aber nicht bei jedem Weibchen auftreten.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über eine Kastration, vor allem, wenn Ihr Kaninchenweibchen auffällig häufig scheinschwanger ist!
Allein, um Nachwuchs zu verhindern, sollte kein Kaninchenweibchen kastriert werden, da dieser Eingriff doch schon erheblich größer ist, als bei Rammlern.