Ernährung


Einleitung
Heu-Frischfutter-Ernährung
Futterumstellung
Futtermenge
Nippeltränken

Einleitung

Kaninchen werden in heutiger Zeit häufig leider noch mit getreidehaltigem Trockenfutter (wie beispielsweise Pellets) gefüttert.
Getreidehaltiges Trockenfutter ist aber eher schädlich als gut für Kaninchen.
Zum einen macht Trockenfutter Kaninchen dick und zum anderen ist es so sättigend, dass die Kaninchen zu wenig von den wichtigen Nahrungsmitteln fressen.

Es gibt verschiedene Varianten, im Folgenden wird es nur um die Heu-Frischfutter-Variante gehen, da die Erkenntnisgewinnung der Fellnaseninfo über die "ad libitum Ernährung" noch nicht ausgereift ist. Wer sich aber dennoch gern über die ad libitum Ernährung informieren möchte, kann dies gern auf der Kaninchenwiese tun.

Die Heu-Frischfutter-Ernährung

Sie sollten Ihren Kaninchen ausschließlich Heu und Frischfutter füttern. Allerdings sollten die Kaninchen langsam an neue Futtersorten gewöhnt werden, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist und es schnell zu Durchfall oder Verstopfungen kommen kann.
Heu ist das Grundnahrungsmittel von Kaninchen, daher muss es rund um die Uhr zur Verfügung stehen.  Heu fördert den Zahnabrieb und die Verdauung.
Auch sauberes Wasser muss immer vorhanden sein.


Sie können unter anderem Mohrrüben (oben links), Fenchel (oben rechts) und Paprika (unten links) verfüttern. Bei der Paprika sollten aber Strunk und Kerne entfernt werden.

Futterumstellung

Vom Trockenfutter zum Frischfutter – keine so einfache Sache.
Das Trockenfutter sollte innerhalb von 6 Wochen abgewöhnt werden, indem Sie anfangs noch die bisher normale Menge geben und innerhalb von diesen 6 Wochen immer weniger von dem Trockenfutter geben, bis Sie es dann ganz weglassen. In dieser Zeitspanne sollten Sie auch Frischfutter langsam anfüttern. Allerdings dürfen Trockenfutter und Frischfutter niemals zusammen gegeben werden. Geben Sie das Trockenfutter beispielsweise morgens und das Frischfutter abends.
Verfüttern können Sie Mohrrüben, Äpfel, Fenchel, und noch vieles mehr.

Futtermenge

Die Futtermenge ist vom Kaninchen abhängig. Zum reinen Überleben bräuchte ein Kaninchen 80 Gramm Frischfutter pro Kilogramm Körpermasse pro Tag. Es sollte allerdings unbedingt mehr verfüttert werden und besonders viele verschiedene Frischfuttersorten gefüttert werden, damit die Kaninchen ihren Nährstoffbedarf decken können. Die ad-libitum Ernährung ist in diesem Falle wohl eher zu empfehlen, da die Kaninchen selbst selektieren können, was sie gerade zum Leben brauchen.

Nippeltränken

Nippeltränken werden, wie auch Trockenfutter, in den Märkten besonders hoch gelobt.
Nippeltränken veranlassen Kaninchen aber dazu, eine unnatürliche Körperhaltung einzunehmen. In der freien Natur trinken Kaninchen aus Pfützen oder Bächen, nicht aus Nippeltränken.
In solchen Tränken sammeln sich schnell Algen, die man schlecht entfernen kann und welche gesundheitsschädlich sind.
Geben Sie das Wasser doch lieber in schweren Näpfen. Diese können nicht von den Kaninchen umgestoßen werden, lassen sich schnell säubern und befüllen. Außerdem kann man so einen Napf überall ins Gehege stellen und man braucht keinen Platz zu suchen, an dem man die Nippeltränke aufhängen kann.